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Motor

Erst einmal muss geklärt werden welcher Motor verbaut ist.Es sind Werkseitig
im G5 drei Ausführungen verbaut wurden:die Unterschiede sind
-EM 6-30-3               9036ccm Hubraum/115mm Kolben
-EMaW 6-20-3          9036ccm Hubraum/115mm Kolben verbesserte Ölpumpe u.a.
-EMbW 6-20-3          9840ccm Hubraum/120mm Kolben/and.Brennraumeinsatz
dazu kommt das neue Typ Bezeichnungen für in der DDR gebaute Dieselmotoren eingeführt wurden.Was mit dem Umzug der Dieselmotoren Produktion von Zwickau nach Schönebeck zusammenfällt.Aus  EMbW 6-20-3  wird so 6 KVD 14,5 SR.
Dieser Motor ist in Werdau ab 1959 und später bei der industriellem
Instandsetzung der Fahrzeuge verbaut wurden.Viele G5 die heute noch mit
orig.Motor ausgerüstet sind haben dieses Triebwerk mit gedrosselten 120PS verbaut,
es sind aber 150PS möglich.Andere Kombinationen stammen aus Werkstatt Umbauten, die nach der Dienstzeit bei den Bewaffneten Organen zustande kamen.Dabei ist meist
der Schönebecker 6VD14,5/12-1SRW verbaut wurden.Ein Enkel des alten EM 6-20.
Diese Triebwerke sind natürlich viel leistungsfähiger und wurden z.B. im
Feldhäcksler oder ADK 12,5 eingesetzt.Dabei waren die letzten Versionen in der
Lage bis zu 220PS zu leisten.
Es ist möglich gewesen bei der Generalreparatur der Motoren einen alten EM 6-20 Typ
gegen einen Instandgesetzten 6VD14,5/12-1SRW zu tauschen.Der Preis für eine
GR beim EMbW 6-20 soll bei 5000 Mark beim 6VD14,5/12-1SRW bei 15000 Mark
der DDR also drei mal soviel gelegen haben.

 

Wer sich einen Reservemotor besorgen möchte,muss also genau Wissen welchen
Typ er braucht.Unterscheidungsmerkmal ist der Hubraum.Erreicht durch
eine Vergrößerung des Kolben/Laufbuchen Durchmessers von 115 auf 120mm
beim EMbW 6-20(6KV14,5SRW ).Mit dieser Maschine werden wir uns hier befassen.
Manchmal werden bei ebay Motoren von Notstromaggregaten als Motor für H6/G5
angeboten.Der Hinweis ist sicher für den Verkauf förderlich.Den Tatsachen
entspricht er deshalb noch lange nicht.Und die Aussage ,,wenig gelaufen’’oder
,,DDR Generalüberholt’’bedeuten nicht,das man eine neue Maschine bekommt.
Den Verschleißgrad kann man nur bei der Demontage seriös beurteilen(welcher
Besitzer lässt das zu???) und in meiner Lehrzeit habe ich GR Dieselmotoren
mit eingebaut,die trotz angeblichen Prüfstandslauf nicht einmal angesprungen sind.
In der Planwirtschaft zählte eben die Stückzahl und dann erst die Qualität und so stimmte der Spruch,,das einzige neue am Motor ist die Farbe’’ allzu oft.
Hier noch die Unterschiede von Industriemotor zum Fahrzeugmotor:
-Schwungmasse
-Ölwanne
-Einspritzpumpe
-Kühlwasserleisten
-Anbauaggregate
Die Industriemotoren wurden wahrscheinlich bis weit in die siebziger Jahre in Schönebeck gebaut.Dabei sind auch eine Anzahl von technischen Änderungen in die Produktion eingeflossen.So sind die Bohrungen in Kurbelwelle und Schwungmasse
geändert wurden,was bedeutet das die Schwungmassen nicht beliebig vertauscht
werden können.Moderne Kolben mit 2 statt 4 Verdichtungsringen und 1 statt 2
Ölabstreifringen ,damit kürzer und leichter.
Fazit,es ist möglich mit erheblichen Aufwand aus einem Industriemotor einen
Fahrzeugmotor zu machen.Wir betrachten diese Motoren als Ersatzteilspender für
die Fahrzeugmotoren und mit viel Glück bekommt man ein brauchbares und
passendes Teil.

 

Wenn Fahrzeuge zum Verkauf stehen wird auf mit den Worten ,,Motor läuft’’ oder
,,lief’’ bis zu den und den Zeitpunkt geworben und es ist schon wertvoll,wenn das
Herz noch schlägt.Nur haben wir die traurige Erfahrung machen müssen das
wiederbelebte Triebwerke zum Kollaps neigen.Es traten nach Laufzeiten zwischen
200 bis 4000Km Pleuellagerschaden ,Kolbenfresser und der Gleichen auf.Deshalb
kann vor der sofortigen wider Inbetriebnahme solcher Treibwerke nur gewarnt
werden.Nach Standzeiten die manchmal 20 Jahre und mehr betragen ist das
Dichtmaterial verschlissen mit Sicherheit ist Kesselstein im Kühlkreislauf und die
Ölkanäle sind vielleicht verstopft.Die Folge ist immer ein kapitaler Motorschaden.
Oft sind dann Bauteile zerstört deren Beschaffung schwierig und teuer ist.
Da ist es einfacher und billiger vorher etwa zu tun,zumal einige Teile vom
6VD14,5/12-1SRW(oder W50) passen und noch bei Instandsetzern auf Lager liegen.
So die Gummiringe der Laufbuchsen Abdichtung ,Zylinderblock Dichtung,
Auspuffkrümmer Dichtungen u.a.Simmerring für Kurbelwelle-und
Einspritzpumpenantrieb gibt es beim technischen Großhandel.
Bei Zylinderkopfdichtungen gibt es teure Neuanfertigungen mit Garantie oder den Oldtimermarkt -alt und billiger ohne Garantie.
 

Bei den Keilriemen ist zu beachten:niemals alte DDR Ware verwenden denn die
zerstören die Riemenscheiben,die dann durch den Motorraum fliegen.Bei den neu Produktionen kommen andere Maße als im orig.Ersatzteilkatalog zum Einsatz.Das
sind für Kompressor und Wasserpumpe:
-17x1275Li- und für die Lichtmaschine -17x1400Li-
 

Orig.DDR Glühkerzen passen folgende - Typ 2 - Typ B - MB 20 Dafür gibt es West Ersatz Bosch:KE/GA2/12 und Beru 318GK,wobei wir noch nicht die Lieferbarkeit nachgefragt haben.Dann gibt es beim holl.DELEGRO Versand neue Ident.- Kerzen
für Porsche  Traktoren 1,7V 40A M18 Gewinde.Mit Fremd-Einspritzdüsen haben
wir uns noch nicht beschäftigt.Da die SD 2 Z  45 in vielen anderen DDR Motoren verbaut ist.Gibt es noch Lagerbestände allerdings sind die Preise unterschiedlich.
Wir haben orig.Verpackte für 5€ bis 35€ bei Händlern gesehen.

 

Kraftstoffilter
Die ersten Filter sind zum Auswaschen gewesen.Danach hat IFA Einweg-Papierfilter
eingeführt ,so wie es sie noch heute im Nutzfahrzeug Bereich gibt.Das Bild in der
Mitte zeigt einen DDR Filter, links einen MANN P811,rechs Knecht EK404
Es gibt sicher noch mehr.So tauchen auch immer wieder die alten Filtrak Filter auf.
Da die Qualität ähnlich ist(die aktuellen Filter haben eine größere Filterfläche)
kann man nach guten Angeboten Ausschau halten.Den EK404 bekommt
man z.B. oft bei Bundeswehr Händlern zu sehr zivilen Preisen.

Motor_alt
Motor_neu2
DSC06194
DSC06195
M-Block
DSCI0127
DSCI0233
DSCI0228